Rund um den Allerhättenberg - Insidertipps - Reiseführer - Urlaub im Fuldatal
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Rund um den Allerhättenberg

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Z-Kurve am Allerhättenberg
© Alfred Lingelbach

Teilstrecke der Extratour Ronshausen

Nach einer längeren unfreiwilligen Pause möchte ich meinen Blog mit einer Wanderung im Herbst 2011 fortsetzen. Viel Spaß beim Lesen!

Kurz den Rucksack gepackt, die Kamera um den Kopf gelegt und los ging es zum Ausgangspunkt des Allerhättenberges (380 m hoch). Hier befindet sich ein Rundwanderweg von ca. 2 km und ich hatte überhaupt keine Ahnung, wie schön es dort ist. Der Allerhättenberg ist eine von Menschen geschaffene Kulturlandschaft. Streuobstwiesen, Weiden, Lärchenwälder, Schlehen. Wirklich ein faszinierender Fleck Erde. Blick nach Osten. Freies Land, keine Menschenseele. Die Wölbung des Himmels war einfach spür- und erlebbar. 360 Meter über NN, strahlender Sonnenschein. Ich wurde eins mit dem Universum. Der Rundkurs war sehr schön ausgeschildert, 2 Pfeile sind auf den Wegemarkierungen zu erkennen, je nachdem, wie herum man läuft. Ich habe mich für die Variante rechts herum entschieden.

Ob es nun wirklich Lärchen waren, kann ich nicht wirklich sagen, aber diese Art der Nadelhölzer habe ich noch nicht sehr oft in heimischen Wäldern gesehen. Es kam schon reichliches mediterranes Wohlfühlgefühl in mir auf. Dann eine große Z-Kurve mitten durch Ackerflächen. Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, gibt es sicher Beschränkungen hinter der Anbauart und der Frage, welche Mittel eingesetzt werden dürfen.

In Gegenrichtung fuhr ein Trecker an mir vorbei. Das heißt, während der Büromensch seine Freizeit genutzt hat, um die Landschaft zu genießen, ist es für den Agrarier seine Arbeitszeit.

Rechts des Weges war ein abgetrenntes Kohlfeld angelegt. So sah es in meiner Kindheit in vielen Gärten aus. Die Selbstversorgungszeit ist aber lange vorbei, außerdem hat man keine Arbeit, wenn man das Gemüse im Supermarkt kauft. Der Geschmack von natürlich angebautem Gemüse ist dagegen nicht zu erreichen.

Mittlerweile befinde ich mich im westlichen Bereich des Allerhättenbergs und oberhalb des Ibatals in vielleicht 2 km Entfernung von der Friedrichshütte, in der die Brüder Grimm ca. 2 Jahre gelebt haben. Eine Schafherde genießt sein Leben an der frischen Luft. Viele Schafrassen in der Gegend wurden gezüchtet, um sich optimal an die Umgebung anzupassen. Diese Tiere waren früher wichtige Bestandteile eines Haushaltes. Nicht umsonst wird noch jedes Jahr bei einer Kirmes in den Dörfern ein Hammel, also ein Schafbock, verlost.

Von hier aus kann man fast überall den Alheimer sowie die Berge der näheren Umgebung sehen. Es gibt auch einen speziellen Aussichtspunkt, der markiert ist. Auf dem Rad sind die verschiedenen Berge der näheren und weiteren Umgebung mit Angabe der Höhe und der Himmelsrichtung dargestellt. Neben dem Aussichtspunkt wurde von einem Bauern ein Blumenbeet angelegt. Wirklich schön!

Und dann noch ein beeindruckendes Erlebnis. Es war Großflugtag. Der Allerhättenberg liegt direkt in der Flugschneise der Vögel, die im Herbst nach Süden ziehen. Gänse und Kraniche. Angekündigt durch eine spektakuläre Geräuschkulisse folgten über 10 Schwärme, alle in V-Formation, die vielleicht an der Fulda, einem bekannten Naturschutzgebiet, gerastet hatten.

Jetzt verlässt der Wanderer die offene Landschaft. Im zweiten Teil des Rundweges um den Allerhättenberg tritt wieder Nadelbewaldung, die auf mich Lärchencharakter aufweist, in den Vordergrund. Eine Hütte war mit Motiven des Waldes bemalt. Im Sommer kann man sich dort schön hinlegen, die Augen schließen und das Leben genießen. Warum wurde diese Baumart ausgewählt? Ich frage mich das schon die ganze Zeit. In der Höhe wachsen auch Laubbäume oder Fichten, Tannen bzw. Kiefern. Ich habe echt keine Idee. Das Gefühl, sich dort aufhalten zu können, kann man als entspannend oder euphorisch charakterisieren. Wohlfühlen pur eben.
Nach dem Passieren dieses Wäldchens tauchte eine größere Fläche auf, die mit Baumstümpfen gesät war. Die Bäume waren offensichtlich schon vor längerer Zeit gefällt worden.

Dann war ich zum Ausgangspunkt des Rundweges zurückgekehrt.

Der Blick zurück. Wirklich ein schönes Fleckchen Erde.

Diese Wanderung „Rund um den Allerhättenberg“ ist sehr zu empfehlen und auch ungeübte Wanderer sollten diesen Marsch schaffen können. Die gesamte Strecke des Premium-Rundweges Hessen Extratour Ronshausen ist in mehreren Abschnitten zu erwandern und ist insbesondere für Städter eine willkommene Abwechslung.
Viele liebe Grüße
Alfred


Den gesamten Blog finden Sie unter folgendem Link:

bigeagle198.blog.de/2011/10/29/rund-allerhaettenberg-12089162/



 

Infos/Kontakt

Alfred Lingelbach:
bigeagle198@t-online.de
http://www.ronshausen-touristik.de

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