ARS NATURA – Kunst am Wanderweg - Urlaub im Fuldatal
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ARS NATURA – Kunst am Wanderweg

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ARS NATURA
© ARS NATURA-Stiftung

Kunstwandern in der Mitte Deutschlands

Belebendes Grün der Wiesen, herrliche Ausblicke auf die reizvolle Mittelgebirgslandschaft Nordhessens und dazu anregende Kunstwerke, denen man am Wegesrand begegnet. Erholung durch Wandern und intensives künstlerisches Erlebnis im „Galerieraum Natur“ wirken zusammen – etwa ein Kilometer Wegstrecke ist von einem zum anderen Werk zurückzulegen.

Regional führende sowie deutschlandweit und international tätige Künstlerinnen und Künstler konnten für die ARS NATURA-Idee gewonnen werden. Nirgendwo sonst in Europa findet sich ein Wandernetz von 240 Kilometern Länge mit ca. 300 Kunstwerken, das zu einer spannenden Reise zu Natur und Kunst einlädt.

Die Kunstwerke befinden sich entlang der Fernwanderwege X8 und X3. Der X8 verbindet als Barbarossaweg den Kyffhäuser in Thüringen mit dem hessischen Korbach. Zwischen 2001 und 2007 entstand an dieser Ost-West-Route eine Strecke von rund 130 Kilometern mit etwa 150 Werken von Waldkappel bis zum Dülfershof, ca.15 km vom Kurpark in Bad Wildungen Richtung Frankenberg entfernt. Die gesamte Strecke kann man in vier bis fünf Tagen erwandern. Aber auch Tagestouristen können sich eine für sie geeignete Teilstrecke aussuchen und erkunden.

Rund 70 Arbeiten befinden sich an der Wildbahn, dem Fernwanderweg X3, der als Nord-Süd-Achse von Höxter nach Bad Brückenau führt. ARS NATURA ist am X3 von der Gemarkungsgrenze Rotenburg/Bebra, am Alheimer-Turm vorbei nach Spangenberg über Melsungen-Kehrenbach, durch Lohfelden mit Blick auf das Kasseler Becken zu erwandern. Am Wahlebach in Kassel-Forstfeld verläuft der Weg durch das grüne Band der Documentastadt Kassel, dann eine Wegstrecke an der Fulda entlang und endet derzeit im Stadtteil Wolfsanger.

Am Schlossberg in Spangenberg, wo sich X8 und X3 kreuzen, entstand der eindrucksvolle ARS NATURA-Platz mit dem X als offene Bibliothek im Mittelpunkt.

In den umliegenden Fachwerkstädten und -dörfern warten einheimische Spezialitäten und gemütliche bis komfortable Übernachtungsmöglichkeiten, die Museumslandschaft Kassels ist nicht weit. Für Tagesausflug und Wochenendtrip bis ARS NATURA-Reisen stehen Programmvorschläge zur Verfügung; auch geführte Touren sind möglich.

Unsere Empfehlung:

7 Tage künstlerische Inspiration und besinnliches Wandern auf dem ARS NATURA - Kunst am Wanderweg

Auf dem Barbarossaweg X8 von Bad Wildungen nach Bad Zwesten, weiter nach Fritzlar und Gudensberg, über Felsberg nach Melsungen und Spangenberg.
Selbstverständlich können Sie den ARS NATURA auch nur in Teilabschnitten erwandern oder die 7-Tage-Tour beliebig erweitern, zum Beispiel auf der Wildbahn X3 von Spangenberg nach Rotenburg a. d. Fulda.
Die Übernachtungen sind vom Wanderer individuell zu buchen. Entsprechende Empfehlungen von Häusern finden Sie in den Etappenbeschreibungen oder erhalten Sie unter den angegebenen Kontakten.


1. Tag: Von Bad Wildungen (Dülfershof) über Hüddingen nach Bad Wildungen (Helenental)
Thematischer Schwerpunkt: PARADIESISCHES

Laufzeit: ca. 5,5 Std., ca. 14 km

Übernachtungsmöglichkeiten: www.erlebnisregion-edersee.de

Vom Dülfershof führt der Weg hinunter nach Hüddingen. Drei ARS NATURA-Kunstwerke finden sich hier am Wegesrand. Gleich am Ortseingang gibt es eine Wanderstation . Hier kann man sich für wenig Geld eine leckere Vesper aus dem Automaten ziehen. Der ARS NATURA geht nun weiter an der Wilde entlang mit Blick ins Tal und auf Hundsdorf. Die insgesamt 16 Kunstwerke sind thematisch der „Irritation im Paradies“ zugeordnet. Wenn Sie nach einigen Kilometern die Straße überquert haben und den Bogen, den ARS NATURA-Schildern folgend, genommen haben, der Sie bereits Richtung Helenental führt, überqueren Sie einen Parkplatz und dann die Straße von Odershausen nach Reinhardshausen oberhalb des Talgrabens. Nun beginnt ein faszinierend schönes Naturschutzgebiet mit zwei Heilquellen – der klammähnliche Talgraben. An Stahl- und Talquelle können Sie Ihren Durst stillen oder „kuren“. Der Gang durch den Graben ist wirklich atemberaubend. Im Helenental in Bad Wildungen angekommen, führt der Weg weiter durch die Stadt Richtung Kurpark mit der Wandelhalle. Es lohnt sich ein wenig zu verweilen und sich die regionalen Angebote der Wandelhalle anzuschauen oder mit Quellwasser weiter zu kuren. Eine Stadtbesichtigung in dem Kurbad, auch in der idyllischen Altstadt mit Blick auf Schloss Friedrichstein, das auch ein hervorragendes Restaurant beherbergt, ist sozusagen selbstverständlich.


2. Tag: Von Bad Wildungen nach Bad Zwesten
Thematischer Schwerpunkt: REKREATION, REGENERATION

Laufzeit: ca. 4,5 Std., ca. 10 km

Übernachtungsmöglichkeiten: www.erlebnisregion-edersee.de

Die „sauren“ Mineralquellen zwischen Bad Wildungen und Bad Zwesten begründen die Existenz der beiden Kurorte. Der Kellerwald bildet den östlichsten Rand des Rheinischen Schiefergebirges. Er ist aus Meeresablagerungen des Erdaltertums aufgebaut, die vor über 300 Millionen Jahren durch Bewegungen der Erdkruste (variszische Gebirgsbildung in Devon, Karbon und Perm) zu einem Gebirge aufgefaltet wurden. Der Auffaltungsprozess war von Vulkanismus begleitet. In dieser Zeit entstanden durch Eindringen heißer, wässriger Lösungen in Klüfte zahlreiche Erz- und Mineralablagerungen. Im Tertiär (vor etwa 65 Mio. Jahren) fanden erneut kräftige Vertikalbewegungen der Erdkruste in Mitteleuropa statt, die auch Hebungsprozesse im Kellerwald bewirkten. Auch diese Vorgänge waren von vulkanischen Aktivitäten begleitet. Dabei wurden große Mengen von Kohlensäure freigesetzt, die aus der Tiefe aufstieg und in den Kluftlinien teilweise in Schichtwasser gebunden wurde. So entstanden die Mineral- und Heilquellen.

Der Weg führt Sie zuerst durch den gesamten Kurpark von Bad Wildungen, Ort der Landesgartenschau 2006 und Inspiration für die ARS NATURA-Wegstrecke „Paradiesisches“, in Richtung Bahnhof.
Wenn Sie den ARS NATURA Schildern folgen, kommen Sie auf dem X8 durch die stadtnahen Wiesen, dann durch den Wald Richtung Bad Zwesten-Wenzigerode. Von hier führt Sie der X8a in Richtung Bad Zwesten. Im Kurbad Zwesten kann man sich hervorragend im Wellnessbereich verwöhnen lassen und schöne Abende verbringen. Und wer an dem Tag vom Wandern nicht genug haben kann – es gibt die Bad Zwestener Wanderwelten: neben dem ARS NATURA auch den Planetenweg, den Jakobus-Pilgerweg, den Keltenweg, Lehrpfade, Terrainkurwege …


3. Tag: Von Bad Zwesten über Rothhelmshausen nach Fritzlar
Thematische Schwerpunkte: REKREATION, REGENERATION; GESCHICHTE DER MISSIONIERUNG

Laufzeit: ca. 4,5 Std., ca. 10 km

Übernachtungsmöglichkeiten: www.erlebnisregion-edersee.de

Sie gehen von Bad Zwesten auf dem X8a (ein Rundweg!) zurück nach Wenzigerode und biegen nach rechts auf den X8 in Richtung Rothhelmshausen ab. Es erwartet Sie nach ca. 2 km ein wunderschöner Waldpfad. Auf dem X8 bleibend kommen Sie über den historischen Büraberg mit Resten einer karolingischen Festung, der sehenswerten St. Brigida-Kapelle, die in ihren Ursprüngen als ältester Kirchenbau nördlich des Limes gilt, sowie bergab einen Kreuzweg hinunter an die Bundesstraße 253. Nachdem Sie diese überquert haben, erwartet Sie ein idyllischer Pfad an ausgedehnten Fischteichen und dem Ederwehr sowie dem Mühlgraben entlang mit schönen Blicken auf die Altstadt mit dem Dom.
In Fritzlar lohnt sich auf alle Fälle ein Rundgang durch die alte Dom- und Kaiserstadt mit ihrer mehr als 1300 Jahre alten Geschichte, von der der romanische Dom, dessen Vorgängerbau auf die Kirchen- und Klostergründung um 723/724 durch den Missionar Bonifatius zurück geht und zum Ausgangspunkt der Stadtentwicklung von Fritzlar wurde, sowie weitere sehenswerte Kirchen- und Klosterbauten, mittelalterliche Fachwerkhäuser und Wehranlagen zeugen.


4. Tag: Von Fritzlar auf dem X8 mit Abstecher auf dem ARS NATURA Rundweg (GuRu) nach Gudensberg
Thematische Schwerpunkte: GESCHICHTE UND GEGENWART; BLAUE BLUME

Laufzeit: ca. 4 Std., ca. 12km

Übernachtungsmöglichkeiten: www.schoenentag-habichtswald.de

Sie verlassen die Stadt Fritzlar auf dem X8 in Richtung Felsberg. Durch die wunderschönen Ederauen gehen Sie bis nach Cappel und weiter zum Waldrand am Obersten Holz. Dort gibt es die Möglichkeit auf den ARS NATURA-Rundweg nach Gudensberg abzubiegen und die Kunstwerke zum Thema „Blaue Blume“ zu betrachten. Denn eine Sage erzählt, dass die geheimnisvolle Blume einst von einem Hirtenjungen auf dem Odenberg gefunden wurde. Mehrere Sagen ranken sich um die Basaltkuppen, die die Gudensberger Region prägen, liegt doch die Stadt auch an der Deutschen Märchenstraße und nur wenige Autominuten weit entfernt vom Geburtshaus der Märchenerzählerin Dorothea Viehmann, wichtigste Quelle der Märchensammlung der Brüder Grimm. Auf dem Weg erwartet Sie eine weite Landschaft mit einem wunderbaren Rundumblick auf Feld und Flur. Der weite Himmel mit seinem Wolkenspiel ist einfach fantastisch. Folgen Sie den ARS NATURA-Schildern, so kommen Sie am Jüdischen Friedhof, der imposanten Erhebung „Nacken“, später an einem Feuchtbiotop sowie dem Golfgelände vorbei. Sie biegen von der Straße vor Obervorschütz ab in die Stadt Gudensberg. Diese hat natürlich einen Burgberg mit Ruine, über den auch der ARS NATURA-Weg führt, einen historischen Stadtkern, eine Märchenbühne, das Kulturhaus Synagoge mit zahlreichen Veranstaltungen, zudem einen Rundgang mit mehreren Bronzewerken der einheimischen Künstlerin Grudda sowie den GolfPark in Obervorschütz, in dem man sich zwanglos diesem Sport nähern kann.


5. Tag: Von Gudensberg nach Felsberg
Thematische Schwerpunkte: BLAUE BLUME; ENERGIEGEWINNUNG

Laufzeit: ca. 4 Std., ca. 12 km

Übernachtungsmöglichkeiten: Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomietipps finden Sie im Bereich „Gastgeber“ direkt auf unserer Startseite (www.mittleres-fuldatal.de)

Von der Innenstadt Gudensbergs schlagen Sie den Wanderweg nach Maden ein, dem Ort, in dessen Nähe – auf der Mader Heide - 1247 Heinrich I., Sohn von Sophie von Brabant, im Kindesalter zum Landgrafen von Hessen ausgerufen wurde. Im Ort erinnert eine Skulptur an das Ereignis. Der Weg dorthin führt an einem renaturierten, idyllischen Bachlauf entlang. Hinter Maden tauchen Sie wieder ein in die Weite des Landes. Nach scharfer Rechtswendung des Weges erreichen Sie die ruhige Landschaft der Ems-Aue, gelangen nach Obervorschütz und kommen hier wieder auf den Zubringer zum Obersten Holz am X8. Den Fernwanderweg gehen Sie nun links weiter nach Felsberg. Das Gebiet, ein Teil der Westhessischen Senke, konkreter die Fritzlarer Börde, bleibt flach, durch den stetig leichten Wind fast meeresnah wirkend. Tatsächlich war die Region vor ca. 250 Mio. Jahren Teil des südlichen Ausläufers des Zechsteinmeeres. Durch Wiesen und Felder gelangen Sie nach Felsberg, der 3-Burgen-Stadt im Edertal. Ganz in der Nähe liegt übrigens am Böddiger Berg der nördlichste Weinberg Hessens, vielleicht lässt sich eine Flasche des guten trockenen Weines erwerben!? Wer in Felsberg verweilen möchte, sollte den 200m-Aufstieg zur Felsburg, deren Ursprünge an der Ederfurt auf das 11. Jh. zurück gehen, wagen und es sich anschließend in den Gensunger Stuben (Tel. 05662 2127 oder 408579) gut gehen lassen. Von Felsberg geht der Weg weiter zur nächsten der drei Burgen auf dem Heiligenberg. Hier können Sie den Rundweg um den Berg erkunden – die erste, 2001 fertig gestellte, ARS NATURA-Teilstrecke!


6. Tag: Vom Rundweg am Heiligenberg in Felsberg nach Melsungen
Thematischer Schwerpunkt: BEGEGNUNG VON STADT UND LAND

Laufzeit: ca. 2 Std., ca. 6 km

Empfohlene Übernachtung: Hotel Centrinum in Melsungen (Tel. 05661 926060, mail@centrinum.de).
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomietipps finden Sie im Bereich „Gastgeber“ direkt auf unserer Startseite (www.mittleres-fuldatal.de)

Dieser Tag ist nicht vom Wandern dominiert, ist doch die Strecke vom Heiligenberg nach Melsungen recht kurz. Von Heßlar geht es bergauf bis zum Waldrand der östlichen Seite des Berges, von dem man einen schönen Blick auf Melsungen und die umliegende Landschaft des Mittleren Fuldatals hat. Der Weg führt hinab in die Bartenwetzerstadt. In der sehenswerten Altstadt können Sie im Hotel Centrinum, rein architektonisch bereits eine außergewöhnliche Verbindung zwischen historischem Fachwerk und moderner Eleganz, einchecken. Je nach Laune können Sie in der belebten Fachwerk-Altstadt bummeln gehen, auf der schönen Fulda Boot fahren oder im Waldschwimmbad entspannen.
Melsungen verdankt seine Entstehung der günstigen Verkehrslage an der Fulda und bedeutenden Handelsstraßen im frühen Mittelalter. Die steinerne Bartenwetzerbrücke, vor mehr als 400 Jahren erbaut, zählt zu den ältesten und wichtigsten Verkehrsverbindungen.
Die seinerzeit in den dichten Wäldern Holz schlagenden Bürger, die Bartenwetzer, schärften in dem weichen Sandstein der Brücke, eine der schönsten Hessens, ihre "Barten" (Äxte). Sehenswert ist die Altstadt mit ihren Fachwerkbauten, dem freistehenden Fachwerk-Rathaus und dem Schloss aus dem 16. Jahrhundert.
Das Waldschwimmbad mit Frei- und Hallenbad sowie das Sportzentrum liegen inmitten des Stadtwaldes hoch über der Stadt auf der rechten Fuldaseite. Dort entlang führt auch der ARS NATURA-Weg weiter. Im Stadtpark stehen die Kunstwerke besonders dicht - gut für Spaziergänge.


7. Tag: Von Melsungen nach Spangenberg
Thematische Schwerpunkte: BEGEGNUNG VON STADT UND LAND; MENSCH, TIER, UMWELT

Laufzeit: ca. 4,5 Std., ca. 10 km

Empfohlene Übernachtungsmöglichkeiten: Landhotel Poststation Zum Alten Forstamt (Tel. 05664 93930, info@poststation-raabe.de) und Hotel Kloster Haydau (Tel. 05664 939100, info@hotel-kloster-haydau.de). Beide Hotels liegen in Morschen, ein Transfer von Spangenberg ist möglich.
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomietipps finden Sie im Bereich „Gastgeber“ direkt auf unserer Startseite (www.mittleres-fuldatal.de)

Im Stadtwald von Melsungen geht es weiter in Richtung Spangenberg. Zunächst führt der Weg bergauf zur Erhebung „Weltkugel“, gut zu erkennen am Kunstwerk „Magnetfeld“, einer zweidimensionalen Abbildung der Weltkugel, dann geradlinig weiter auf dem Höhenweg X8, der dort oben im Wald den X3 kreuzt. Vor Spangenberg führt der Waldweg, nun X8 und X3 zugleich, recht steil bergab. Bei Austritt aus dem Wald hat man einen herrlichen Blick auf das Schloss, den Stadtteil Elbersdorf, die Stadt und die umliegenden Berge. Nach Durchquerung von Elbersdorf verläuft der Weg am Schlossberg entlang. Dort liegt auch der ARS NATURA-Platz mit dem „X-Terminal“ – da Spangenberg Kreuzungspunkt der ARS NATURA-Wege X3 und X8 ist. Auf den Bänken des Platzes kann man ein wenig verweilen und die Aussicht genießen. Die kleine, sich an den Bromsberg schmiegende Stadt ist geprägt von eindrucksvoller Fachwerkarchitektur rund um den Marktplatz und in den umliegenden Gassen. Weithin sichtbar dominiert das auf einem hohen Kalksteinkegel erbaute Jagdschloss das Stadtbild. 1235 zur Kontrolle der Handelsstraße "Die Langen Hessen" von den Rittern von Treffurt errichtet, konnten sich unter dem Schutz der Burg auch die Stadt und das Amt Spangenberg entwickeln. Nach 1350 waren die hessischen Landgrafen oft auf der Burg, ließen sie zum Schloss ausbauen und nutzten sie wegen der wald- und wildreichen Umgebung gern als Jagdschloss. Leider hat sich für das ausgezeichnete Schlosshotel noch kein neuer Pächter gefunden, so dass, will man in Spangenberg bleiben, nach Ferienwohnungen, auch in den benachbarten Dörfern, zur Unterkunft Ausschau gehalten werden muss. Ein Transfer nach Morschen eröffnet aber auch die Möglichkeit der Übernachtung im Hotel: im neu eröffneten Hotel Kloster Haydau trifft zeitgenössische Moderne auf das mittelalterliche Flair der Klosteranlage. Das Landhotel Poststation Zum Alten Forstamt direkt gegenüber dem Kloster bietet Zimmer mit jeweils ganz individuellem Ambiente sowie ein exquisites Restaurant.


Weitere Tage künstlerischer Inspiration und besinnlichen Wanderns

Verlängerungsmöglichkeit 1: „Die Spangenberger Runde“
Thematische Schwerpunkte: MENSCH, TIER, UMWELT; WEITBLICK

Laufzeit: ca. 8,5 Std., ca. 24 km (2 Tagesetappen werden empfohlen)

Empfohlene Übernachtungsmöglichkeiten: Landhotel Poststation Zum Alten Forstamt (Tel. 05664 93930, info@poststation-raabe.de) und Hotel Kloster Haydau (Tel. 05664 939100, info@hotel-kloster-haydau.de). Beide Hotels liegen in Morschen, ein Transfer von Spangenberg ist möglich.
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomietipps finden Sie im Bereich „Gastgeber“ direkt auf unserer Startseite (www.mittleres-fuldatal.de)

Da sich die Fernwanderwege X8 und X3 in der Gemarkung Spangenberg kreuzen, wurde hier ein ARS NATURA-Rundweg eingerichtet, genannt „Die Runde“.
Am besten sollte die Wanderung mit einem Transfer zur Metzebacher Höhe beginnen. Für passionierte Wanderer dürfte aber auch der Anstieg auf dem X3 von Spangenberg zur Katzenstirn und ein nächster zum Dreiherrenstein nicht zu beschwerlich sein. Mit fantastischem Blick auf den Alheimer, die zweithöchste Erhebung des Stölzinger Gebirges, führt der Weg weiter, die Straße nach Obergude überquerend, zur Metzebacher Höhe. Eine Wanderung durch drei Täler, jeweils wunderbare Ausblicke von den Höhen, erwartet Sie. Auf dem ausgedehnten Rundweg erreichen Sie zunächst Herlefeld im Landetal. Der nächste Auf- und Abstieg führt nach Pfieffe, das am gleichnamigen Flüsschen liegt. Das dritte Tal ist schließlich das Vocketal, in dem Vockerode-Dinkelberg liegt. Aufgrund der Länge der Runde ist es empfehlenswert wiederum einen Transfer zu Ihrer Unterkunft organisieren zu lassen.

Für den nächsten Tag können Sie sich überlegen, ob Sie ab Spangenberg oder ab Vockerode-Dinkelberg den Rest der Runde erkunden. Von Spangenberg aus wandern Sie nun zunächst auf dem X8 Richtung Hessisch Lichtenau-Reichenbach bis zu einem Platz im Wald, dem früheren gemeinsamen Sportplatz von Vockerode-Dinkelberg, heute mit den ARS NATURA-Werken „Zuneigung“ und „Back to the Bench“ bestückt. Auf der langen Bank mit ganz exklusivem Design lässt es sich herrlich ausruhen und träumen. Bevor Sie nach Vockerode-Dinkelberg hinunter gehen, sollten Sie sich unbedingt, rechterhand liegend, die Vockeröder Heide anschauen. Sie ist eine der größten Wacholderheiden in der GrimmHeimat NordHessen, ein Hinweis auf die ehemalige Gemeindehute für Schafe und Ziegen - im Mittelalter sahen weite Teile der Mittelgebirgslagen so aus. Hier wachsen selten gewordene Pflanzen wie Arnika, Weiße Waldhyazinthe, Rippenfarn, rundblättriger Sonnentau, Quentel-Kreuzblümchen, Grüne und Graue Segge, Sumpfveilchen, Sumpfweidenröschen und Geflecktes Knabenkraut. Seltene Schmetterlingsarten wie Bläulinge oder auch Libellen- und Heuschreckenarten gibt es hier zu entdecken. Und wenn Sie Glück haben kreist ein roter Milan oder ein Bussard am Himmel.
Sie können nun den Berg hinunter nach Vockerode gehen um von dort einen Transfer zu Ihrer Unterkunft zu erhalten oder Ihre Wanderung von der Heide aus auf dem Weg in halber Hanglage zurück nach Spangenberg fortsetzen. Hier bieten sich fantastische Ausblicke selbst bis zum Hohen Meißner.


Verlängerungsmöglichkeit 2: Auf dem ARS NATURA von der Metzbacher Höhe/Spangenberg über den Alheimer nach Rotenburg a. d. Fulda
Thematischer Schwerpunkt: WEITBLICK

Laufzeit: ca. 6 Std., ca. 18 km

Übernachtungsmöglichkeiten: Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomietipps finden Sie im Bereich „Gastgeber“ direkt auf unserer Startseite (www.mittleres-fuldatal.de)

Schon die Metzebacher Höhe, auf der man in den Kreis Hersfeld-Rotenburg eintritt, ist für ihre sagenhafte Aussicht bekannt. Man hat einen wunderbaren Blick auf den Alheimer, die zweithöchste Erhebung des Stölzinger Gebirges, und in der Ferne bis zum Eisenberg im Knüll. Die ARS NATURA-Kunstwerke stehen daher natürlich wesentlich aufgrund der phantastischen Aussicht, die sich immer wieder auf dem Weg nach Rotenburg eröffnet, unter dem Motto „Weitblick“. Sie thematisieren aber auch weitere ganz unterschiedliche Aspekte des Begriffs. Naturverbundenheit und Nachhaltigkeit spielen eine wichtige Rolle. Auch wissenschaftliche, philosophische, selbst sakrale Reflexionen werden von den Künstlerinnen und Künstlern bildnerisch umgesetzt. Während manches Werk spielerische Leichtigkeit oder Eleganz vermittelt, regen andere zu tiefsinnigen Betrachtungen an, denn dem Weitblick ist ja auch immer das Ferne und damit das Unbekannte und Ungewisse inhärent, dem wir uns forschend nähern.
Auf einem Höhenzug entlang über den Alheimer führt die Etappe nach Rotenburg a. d. Fulda. Am Waldrand oberhalb der Stadt, direkt am Herz- und Kreislaufzentrum, erwartet den Wanderer ein fantastischer Ausblick über die historische Altstadt Rotenburgs und die benachbarten Hügel, Wiesen und Felder. Mit dem ehemaligen Landgrafenschloss nebst Schlosspark, der alten Landvogtei und den engen Gassen mit einer Vielzahl schmucker Fachwerkhäuschen zählt das malerische Stadtzentrum mit seiner über 750 Jahre alten Geschichte zu den bekanntesten Orten der Deutschen Fachwerkstraße. Auch Sie sollten es nicht versäumen Rotenburg a. d. Fulda zu erkunden!

 

Infos/Kontakt

ARS NATURA-Stiftung:
Am Blaubach 5
34286 Spangenberg
info@ars-natura-stiftung.de
www.ars-natura-stiftung.de

© Tourismus-Service Erlebnisregion Mittleres Fuldatal - 36199 Rotenburg a. d. Fulda - Tel. +49 (0) 6623 91 36 442 - E-Mail